Die Geschichte
Unzählige Funde, die in den naturkundlichen Museen in Trier, Mainz und Koblenz zu besichtigen sind, lassen auf eine rege Geschichte dieser Gegend schließen. Weit vor den Römern war hier der keltische Trevererstamm ansässig. Während römicher Vorherrschaft, zu Anbeginn unserer Zeitrechnung etwa, wurde dieser Stamm allerdings mehr oder weniger assimiliert, was ihm nicht sehr unangenehm erschien. Einige typisch- keltische Negropolen und Siedlungen zeugen noch aus dieser Zeit (Wagenbestattung bei Dill, die Keltensiedlung “Alteburg” bei Bundenbach und nicht zuletzt das Vicus Belginum bei Wederath). Interessanterweise hatten nur die keltischen Stämme mit den römischen Besatzern kriegerische Auseinandersetzungen, die etwas zu “verlieren” hatten, andere, die eh am “Existenzminimum” lebten, war die römische Weltanschauung eher ein Segen.
So waren es die Römer waren auch, die die Flusstäler erst so richtig erblühen ließen. Sie waren es, die den Wein und einige andere wesentliche Errungenschaften (Straßenbau, Wein, Schiffbarmachung der Flüsse, Häuser in Steinbauweise und die Schrift! ) zumindest in unserer Region etablierten. Von der römischen Kultur zeugen heute noch unzählige archäologische Funde und Ausgrabungsstätten. Vor allem Trier hatte zu Kaiser Augustus Zeiten schon hohe strategische Relevanz, war bereits seit dem späten 3. Jh. kaiserliche Residenz, kam aber erst unter Konstantin dem Großen zur vollen Blüte.
Trier war Konstantins erste Residenz. Unmittelbar nach der Erhebung zum Kaiser erhielt er in der Moselstadt seine Anerkennung als Kaiser und heiratete hier wahrscheinlich Fausta.Trier war in der Spätantike eine der wichtigsten Metropolen, die in ihrer Bedeutung und Urbanität Rom, Alexandria und Karthago nahe kam, aber eben mit kleinerem Maßstab.
Konstantin realisierte in Trier ein großes Bauprogramm, das den Residenzcharakter der Stadt unterstreichen sollte. So ließ er den Vorgängerbau des Trierer Domes errichten – den ältesten Bischofssitz im heutigen Deutschland. Konstantin hielt sich in seinen ersten 10 Regierungsjahren hauptsächlich in Trier auf. Sein letzter Besuch in der Moselstadt fand im Jahr 328 statt. Schließlich entschloss sich Konstantin aber, die Macht nach der ihm benannten Stadt am Bosporus (Constrantinopel, dem heutigen Istambul) zu verlegen. Danach wurden Bauten, die eigentlich im Gange waren erst mal gestoppt und schließlich um einiges kleiner, wenn überhaupt fertig gestellt zu werden. Die Kaiserthermen sind dafür ein markantes Beispiel.
Zu erwähnen ist auch die von den Römern erbaute Straße, die in unserer Region von Trier quer über den Hunsrück bis nach Bingen führt.
Aus Erzählungen des spätantiken, römischen? Chronisten Decimius Magnus Ausonius und aus originalem Kartenwerk (Peutinger Karte) ist diese Route auch heute noch, an vielen Stellen exakt zu bestimmen und nach Ausonius benannt.
Wer aber war Ausenius wirklich?
Was in Wikipedia leider nicht steht, dass es durchaus auch starke Annahmen gibt, dass Ausonius der letzte Druide gewesen ist. Zumindest war seine Mutter eine Haeduer Keltin (Gallierin). Aus dem Haeduer Stamm kam auch der wohl bekannteste und! schriftlich belegte Druide Diviciacus, der als sehr “diplomatisch”  und “römerfreundlich” galt. Diviciacus´ Diplomatie sollte sich aber leider auch günstig auf den bevorstehenden gallischen Niedergang auswirken. Diviciacus verhandelte in Rom mit dem Senat, um nach dem Zusammenbruch Galliens dem Haeduer Stamm mehr Privilegien zu verschaffen. Sieht man also einmal vom Legenden-Druiden Merlin und vom Comic-Druiden Miraculix ab, so war Diviciacus der einzige-, in der schriftlich sicher überlieferten Historie, waschechte Druide.
Und schaut man nun die erwähnten Privilegien nach dem gallischen Krieg 51v.C., nämlich keine Unterwerfung der Haeduer, so lässt sich durchaus erahnen, dass in diesem Stamm zumindest, die wohl inzwischen verbotene Lehre der Druiden weitergegeben wurde. Dass dies, seit Verbot der Druidenlehren im Untergrund weiter geschah, erscheint heute vielen Historikern unzweifelhaft. Es lag im immensen Durst der Römer, alles das zu besitzen, was andere Völker ihnen Voraus hatten. So zum Beispiel die Götter der Griechen, die Wissenschaften der Ägypter, die Frauen der Etrusker und nicht zuletzt das breite Wissen der keltischen Druidenlehre. Dazu muss man wissen, dass ein Druide ein guter Naturkundler, ein guter Arzt, ein guter Barde, ein guter Schmied, ein guter Königsberater und vieles mehr war, frühe da Vinci´s sozusagen. Es waren wohl die ersten Allroundgenies der Antike. Ja selbst griechiche Gelehrte waren sehr erstaunt über das Allwissen dieser Elite. So bewunderten die Römer dieses immense Wissen dieser Gelehrten, verboten es aber zugleich der breiten Masse, was übrigens sowieso auch schon vorher der breiten Masse verboten war, nur durfte das Volk von nun an auch den Druiden nicht mehr glauben und folgen. Also was sollte die Römer daran hindern, ihre Wissensgier von denen zu befriedigen, die auch noch darüber verfügten.
Also was weiss man: Ausonius kam zumindest aus dem Haeduer Geschlecht. Er kam aus der Hochburg der Haeduer, die auch Diviciacus stellten, aus Burdigala (dem heutigen Bordeaux...ähhh, ich frage mich immer wieder, woher kommt in dieser Region das Wissen darüber, viele Traubensorten zu Cuves zu verquicken, um zu solch excellentem Wein zu gelangen?). Egal, Ausonius war der Überlieferung nach sicher ein Gelehrter umfangreichen Wissens, Lyriker, sowie Lehrer und schulte sogar angehende Cäsaren. Seine Texte, die er allerdings verfasste, hatten so überhaupt nichts von der kühlen-, römischen Berichterstattung eines Gaius Julius Cäsar, einer Rethorik Ciceros, oder eines römischen Gelehrten wie Plinius zu tun, sondern sie sind viel eher zu vergleichen mit den spätantik-/frühmittelalterlichen-irischen Mythologieschriften die bewiesenermaßen mit druidischem Hintergrund zu sehen sind, voller Metapher, so auch die überschwänglich-, ausgestaltete Mosella von Ausonius.
Resumee: Es liegt also zumindest sehr nahe, dass Ausonius tatsächlich ein letzter seiner Art auf dem Festland war, letzendlich beweisen kann man das allerdings heute leider nicht mehr. Auf irischem Boden gab es gerade zu Ausonius´ Zeit bis zum frühen Mönschtum (heiliger Patrick) noch Druiden, die aber dann schließlich ihre Lehren mit denen des Christentums verquickten “mussten”. Teile der druidischen Lyrik, Satirik und Lobgesänge, so wird angenommen, wurde im Mittelalter durch den Minnegesang den “Barden und Troubadure” weitergegeben, die in der aktiven Druidenzeit so etwas wie Druidenschüler (Filid) zu sein schienen. Leider ist darüber, wie über diese ganze Kultur nicht sehr viel schriftliches überliefert, da die Schrift bei den Kelten verpönt war, obgleich sie sehr wohl eine hatten :(.
Das ganze Thema ist gegenwärtig leider sehr mit Halbwissen, Esotherik und gar mit dem Neolitikum verquickt. Aber auch Heute geblieben ist zumindest der Mythos eines Volkes, dass während seiner Blüte fast die Fläche des heutigen Europas besiedelte und Feste. An bestimmten Daten haben heutige Festtage in der Vielzahl keltische, aber auch germanische Ursprünge und als diese Festtage damals bei der Verbreitung des Christentums auf christliche Daten trafen, so wurden diese  sehr pragmatisch zusammen verbunden, um die verbliebenen “Heiden” zu beruhigen. Und so wurde es still um die Kelten und ihre Druiden.
Zurück zur Ausonius-Straße:
Es wurde der beachtliche Versuch gestartet ein Teilstück dieser ehemals wichtigen Handels- und Nachschubstraße der Öffentlichkeit wieder sichtbar zu machen. So ist diese heute an Originalplätzen (zwischen Sohren und Kirchberg) zu begehen. Zu besichtigen sind neben vielen Schautafeln auch ein sog.
Limesturm.bei Dill, sowie die Höhensiedlung Vicus Belginum mit dem sehr interessanten Museum bei Wederath.
Der Weg geht durch Dumnissus, dem heutigen Kirchberg. Auf diesem Weg gibt es viele Stätten mit dieser Vergangenheit. Die einen kamen ans Tageslicht, die anderen schlummern sicher noch unter der Erde, um ihr Geheimnis zu bewahren.
Um es mal erwähnt zu haben...den Opportunismus und die Kontinuität der Menschen einmal vorausgesetzt, kann man sich heute überall auf der Welt durchaus vorstellen, dass unter heutigen alten Ortschaften, durchaus auch Siedlungen aus der Antike zu finden sind, ja dass diese Kontinuität sogar bis in das Neolitikum reichen könnte.

Das römische Ostreich nahm unter Konstantin immer stärker zu und der Westen wurde durch die aufbegehrenden, nach Süden einfallenden Germanenstämme immer mehr geschwächt. Eine neue Zeit wurde analog dazu mit der Stabilisierung des Christentums und dem Wanderwillen der Germanenstämme, insbesondere der Goten, eingeläutet. Das Sklaventum war zwischenzeitlich verpönt und so fehlten den Römern einfach die “billigen Arbeitskräfte”. Die Rezession kam, das Geld war nichts mehr wert und das tausendjährige Reich hatte sein Leben etwa 430 nC. mit Hilfe einer spätantiken Inflation ihr Leben ausgehaucht. Wie sich Geschicht doch zu wiederholen scheint. Hier wird plakativ gezeigt, dass es kein unendliches Wachstum zu geben scheint.

Nach den Römern begann die Zeit der großen Völkerwanderungen, der Kriege und des Schlachtens. Das Mittelalter, ist heute durchaus als ein Rückschritt zu sehen für die Menschheit durch “Gottes Gnaden”, aber auch die Zeit der Ritter, Burgen und Minnesänger. Endlich hatte man dank Römer die Schrift und so stammen aus dieser Zeit etliche Dichtungen und Sagen und Weitergegebenes der Kelten und Germanen. So verbanden findige Mönche, die vornehmlich aus dem halbwegs bekehrten Irland kamen, keltische Riten mit christlichem Glauben. Nach dem Motto, gib mir den Feiertag an diesem Datum und wir belegen diesen mit unserem uralten Brauchtum, oder auch umgekehrt. Allen voran war wohl der erste Mönsch, der diese Vorgehensweise im restlichen Europa etablierte, der heilige Pattrick. So gibt es heute solche interessanten Feiertage, wie Fasching, Hexennacht, Helloween, die allesamt heidnischen Charakter haben, aber vor neuem Hintergrund, christlich etabliert wurden.
Selbstverständlich hat diese Geschichte vor dem Hunsrück keinesfalls halt gemacht. Gerade der Hunsrück und seine angrenzenden Flusstäler sind übersät mit alten Burgruinen und Schlössern.
Schloss Gemünden liegt am Eingang des Kellenbachtales, wo der aus dem Sonnwald kommende Lametbach in den Simmerbach mündet. Es ist die einzige Burganlage, die seit einem halben Jahrtausend bis zum heutigen Tag von den Besitzern bewohnt wird. Über den Ursprung der ehemaligen Burg können nur Vermutungen angestellt werden. Der Name Gemünden ergibt sich aus der Lage am Zusammenfluss der beiden Bäche. Hat die Befestigung auf dem Felssporn gegenüber der Einmündung des Lametbaches zur Namensgebung beigetragen, oder hat die Burg ihren Namen von der bereits vorhandenen Siedlung? Diese Frage kann nicht sicher beantwortet werden, obwohl man auf Grund von Bodenfunden in der näheren und weiteren Umgebung auf eine frühe Besiedlung der Talaue und der Sonnenhänge schließen kann. Funde aus keltischer und römischer Zeit und die Befestigungen des Mittelalters deuten auf eine Kontinuität hin.
Bei der ersten Nennung ist die Burg Gemünden im Besitz des bedeutenden Adelsgeschlecht der Sponheimer, die eine Befestigungslinie von der Nahe zur Mosel hin aufgebaut hatten (Sponheimer - Winterburg - Gemünden - Dill - Starkenburg). Die südlich vom Schloss gelegene Gipfelburg Koppenstein gilt nach Ansicht aller Geschichtsschreiber als die ältere Anlage. Ein erste Festungsanlage entstammt hier schon aus dem 10. Jahrhundert, oder vielleicht sogar schon früher? Ein Sponheimer, der 1149 ins Kloster eintrat, gab den Koppenstein als Besitz in die Hände der Mönche. Es wird angenommen, man habe im Tal auf dem wasserumflossenen Bergsporn eine Ausweichbefestigung angelegt, um keine Unterbrechung in der oben genannten Befestigungslinie aufkommen zu lassen. Hier kreuzten sich außerdem zwei wichtige Straßenzüge.
Zwiebelberg vertritt in seinem Buch "Das alte Gemünden" die Ansicht, Gemünden hätte zuerst bestanden und man habe den Koppenstein zur Sicherung der Talburg auf die Höhe des Soonwaldes gesetzt. In Anbetracht der Tatsache, dass in unseren Breiten die Kelten sehr etabliert waren und diese strategisch wichtige Stellen zu nutzen wussten, ist Zwiebelbergs These eher nicht nachvollziehbar. Die Geschichte hat gelehrt, dass der Mensch von jeher die Fähigkeit besitzt, bauliche gegebene Anlagen kontinuierlich zu seinen eigenen Zwecken umzufunktionieren. So ist die erste These über eine Festungsanlage aus dem 10. Jahrhundert wohl eher richtig. Im Übrigen zeugen Ausgrabungen auf benachbarten Höhenzügen von frühen Siedlungen auf Anhöhen. Z.B. die rekonstruierte, am Originalplatz errichtete Keltensiedlung bei Bundenbach und die als heutigen Kultstätten anzusehende Alteburg im Soonwald. “Alteburg” nannte man somit im Mittelalter schon Steinanhäufungen, Kultstätten, oder eben Siedlungen. Also von Menschen geschaffenes vor dem Mittelalter...und wie gesagte “Alteburgen” gibtz es im Hunsrück viele.

Während der Ort Gemünden bereits 1304 erstmalig genannt wird, gibt es eine Urkunde über die Burg erst von 1417. Darin wird eine Beschreibung der Gebäudlichkeiten gegeben, als man bei der sponheimischen Teilung den kurpfälzichen Anteil festlegte. Von den Sponheimern kommt die Burg an die Seitenlinie der Koppensteiner und fällt nach dem Aussterben zurück an die Kurfürsten von der Pfalz mit 1/5 und an den Herzog Johann von Simmern mit 4/5. Eine gesicherte und lückenlose Geschichte der Burg ist erst ab 1514 möglich, als sie der Erbschenk Fritsch von Schmidtburg aus dem Hahnenbachtal für 950 Gulden von Simmern und dem Kurfürsten von der Pfalz erwarb, war sie bis dahin eine Anlage zur Sicherung der Sponheimer Macht, so wurde sie jetzt Wohnburg und diente zur Lagerung der umfangreichen Zehnteinnahmen aus dem weitzerstreuten Landbesitz des Schmidtburgers.
Die Wohn- und Verwaltungsfunktion für einen großen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb hat sich bis heute beibehalten. Bei der Übernahme scheint die Burg nicht im allerbestem Zustand gewesen zu sein. Die aufgewandten Summen für den Ausbau und Umbau deuten darauf hin. Auch könnte ein Brand um 1410 zur Beschädigung beigetragen haben. 1545 erhält Nikolaus von Schmidtburg, der Nachfolger von Fritsch, die Burg zum Eigentum. Dieser Schritt des Simmerner Pfalzgrafen wird verständlich, wenn man hört, dass er mit 800 Goldgulden bei den Schmidtburgern in Schuldigkeit stand. Einige noch eingeräumte Rechte wurden 1560 ganz aufgegeben. Gemünden war vollends Eigentum der Schmidtburger. Diese hatten den Besitz 300 Jahre lang inne. In diese Zeit fällt der 30- jährige Krieg, der am Schloss spurlos vorübergeht. Dagegen treffen die Geschehnisse des pfälzischen Raubkrieges (1688 - 1696) das Schloss in voller Härte. Sprengungen und Brände vernichten die Holzteile und Dächer. Der Wiederaufbau erfolgt Anfang des 18. Jahrhunderts.
Die Tochter des letzten Schmittburgs war in erster Ehe mit Alexander Franz Carl Freiherrn von Warsberg (Saarburg) verheiratet. Als Witwe heiratete sie den Freiherrn von Salis-Soglio. Ihre Kinder aus erster Ehe gingen später an den Neckar, bzw. nach Österreich. Einer der Urururgroßenkel der letzten Schmittburg, Herr Markus Warsberg, bat mich, die Geschichte an dieser Stelle “richtig zu stellen”, dem ich gerne nachging.
Franz Ignaz Nepomuk, muss Ende des 18. Jahrhunderts sehr um seinen Besitz kämpfen, weil sowohl Baden als auch die Kurpfalz ihm das Schloss streitig machten. Sie weisen nach, der Verkauf von 1514 sei unrecht. Man fordert ihn auf, binnen Jahresfrist das Schloss zu räumen. Schließlich verläuft die Angelegenheit im Sande. Als mit diesem “Schmidtburger”? die männliche Linie ausstirbt, heiratet seine Frau, in zweiter Ehe den mit den Befreiungstruppen ins Land gekommenen österreichischen Hauptmann Anton Freiherr von Salis- Soglio. Mit ihm beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte, die bis heute währt. Mit den Jahrhunderten des Mittelalters kamen die Spanier, die Schweden, die Franzosen, die Franken und die Preusen und nicht zu vergessen auch die Pest. Es gibt Ortschaften die mit ihrem Namen wie “Leideneck” heute noch daran erinnern.  Das Schloss ist heute noch Wohnsitz der Freiherren von Salis- Soglio. In den Räumen, die mit wundervollen Möbeln, Wandteppichen und Waffen ausgestattet sind, befindet sich eine Bibliothek und ein bedeutendes Handschriftenarchiv.

Geschichte der Kirchen in Gemünden
Anno 1200: Eine kleine Kreuzkirche wird als erste Kirche an diesem Ort errichtet. Es ist eine zweischiffige Hallenkirche.„Man dürfte nicht fehl gehen in der Annahme, dass die erste Kirche gleichzeitig mit dem alten Schloss erbaut wurde“, so der Orts- Chronist Werner Zwiebelberg in „das alte Gemünden“. Im Jahre 1451 wurde dem Ort Gemünden durch den Kirchberger Pastor Petrus von Koppenstein das Prädikat der selbstständigen Pfarrei verliehen. Aus der einstigen kleinen „Kapelle zum Heiligen Kreuz“ wurde später ein zweischiffiges Gotteshaus. Den Höhepunkt jener Zeit bildete wohl eine dreischiffige Kirche, die aber ca. 1460 bei einem Großbrand größtenteils zerstört wurde. Daraufhin wurde eine einschiffige Kirche errichtet (Fundament der jetzigen ev. Kirche). Bauherren waren wohl die damaligen Herren der Burg Koppenstein, worauf der Gewölbeschlussstein im Chor mit dem Koppensteiner Wappen hinwies. Der Chorraum ist der älteste noch erhaltene Teil der heutigen ev. Kirche. Der Gewölbeschlussstein mit dem Koppensteiner Wappen ist heute in der Wand des Langschiffs eingemauert.
So wurden die Freiherren von Schmidtburg und Burg Gemünden 1514 Patronatsherren in Gemünden. 1559 führen die Herzöge Friedrich und Georg von Simmern die Reformation auf dem Hunsrück ein. 1620 besetzen die Spanier den Hunsrück und stellen die katholische Religion wieder her. 1630 erobert König Gustav Adolf von Schweden und führt den ev. Glauben wieder ein. Diese Kirche blieb solange evangelisch, bis sie 1685 durch die Franzosen beiden Konfessionen zugesprochen wurde (simultan). Nachdem das durch die Franzosen eingeführte Simultaneum gelöst wurde, erbauten die Katholiken im Jahre 1899 ihr eigenes Gotteshaus. Es wurde 1904 durch Bischof Korum von Trier konsekriert und erhielt als Kirchenpatrone St. Petrus und St. Paulus. Aus der Zeit vor der Reformation wurden aus der heutigen ev. Kirche der gotische Chor als Vorbild und der Taufstein für die katholische Kirche übernommen. Bekannt ist auch, dass Gemünden ein jüdischer Heimatort war. So stand bis zur sog. “Reichsprogromnacht” auch eine Synagoge in Gemünden, die, wie viele anderen dem Nazi- Terror zum Opfer fiel.

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